| Crada - "Der Song hat meine Welt geschrumpft" |
| Geschrieben von: Pasu | |||||
| Freitag, 21. August 2009 um 14:33 | |||||
Seite 1 von 2 ![]() Kid Cudi, Young Buck, D-Block: Der Frankfurter Produzent Crada sammelt Referenzen. Doch aufmerksamen Beobachtern ist der 27-Jährige schon länger ein Begriff. WildstyleMag.com: In drei Jahren Amerika-Korrespondenz habt ihr (Starting Lineup) - nach eigener Aussage - kleinere Projekte abgelehnt, um auf den großen Wurf zu warten. Nun hast du binnen kürzester Zeit für Kid Cudi, Young Buck und D-Block produziert. Hat sich das Warten also gelohnt?Crada: Sagen wir mal so: Das Warten war nicht immer leicht. Tatsächlich war es von Anfang an unsere Strategie nur die wirklich „großen“ Künstler in den USA zu machen. Allerdings hat es dann doch etwas länger gedauert, um an den Strukturen zu arbeiten, die dafür notwendig sind. Jetzt wurde unsere harte Arbeit belohnt und darüber bin ich sehr glücklich! WildstyleMag.com: In einem Interview sagtest du, zu den abgelehnten Projekten zählten auch Musiker, "die früher mal was waren". Wer ist gemeint? Crada: Das ist ein etwas unglückliches Zitat aus einem Telefoninterview. Was ich damit ausdrücken wollte ist, dass wir in den USA nur mit aktuellen, etablierten und relevanten Künstlern arbeiten wollen. Und dieser Linie sind wir treu geblieben. WildstyleMag.com: Welcher Moment war am besten: Als „Get That Paper“ erste D-Block-Single wurde, deinen Namen im Album-Booklet zu lesen oder den Song auf Hot97 zu hören? Crada: Weder noch. Viel mehr war es das erste Mal, als ich Jadakiss, Sheek Louch und Styles P auf meinem Beat gehört habe - ein unwirklicher Moment - Gänsehaut pur. Durch diesen Song ist meine Welt geschrumpft. WildstyleMag.com: Dann dürfte sie nach dem Kid Cudi-Feature noch ein Stück kleiner sein. Der hat vor rund zwei Jahren noch als unterbezahlter Security malocht und bringt heute eine riesige Struktur mit. Törnt dich als Kreativmenschen das Geschäftliche eigentlich ab? Crada: Nein. Aber ich bin froh, dass ich mit den Jungs von Starting Lineup ein Team habe, das diese Sachen weitestgehend für mich übernimmt. Das macht es mir möglich mich auf die kreative Arbeit zu konzentrieren. WildstyleMag.com: Welchen Einfluss haben die Amerika-Connections deines Managers DJ Kitsune? Crada: Ich spreche bewusst oft in der „Wir“-Form. Kit und ich arbeiten sehr eng zusammen. Wir stehen im ständigen Austausch von Musik. Abseits von Song-Briefings leitet er mir regelmäßig aktuelle Musik weiter, damit ich auf dem Laufenden bleibe. Im Gegenzug versorge ich ihn mit neuem Material aus dem Studio, das er an Künstler und deren Managements weiterleitet. Auf diese Weise haben wir in den letzten Jahren ein sehr gutes Netzwerk aufgebaut. Ich könnte mir niemand bessern für den Job vorstellen. WildstyleMag.com: Du hast vor nicht all zu langer Zeit mit seiner Edition SL AllStars beim AMV Talpa Verlag in Hamburg gesignt. Bekommst du von dort, angesichts zahlreicher verlegter Superstars, Feedback nach einem Radio-Hit wie „Get That Paper“? Crada: Absolut! Der Verlag freut sich natürlich wenn wir Airplay bekommen, denn die daraus resultierenden Tantiemen machen nach wie vor einen Großteil Verlags-Einnahmen aus. WildstyleMag.com: Läuft die Abrechnung drüben in den Staaten ähnlich wie hier? Crada: Im Grunde ja. Genau wie die Gema hier in Deutschland gibt es in den USA Institutionen, die die Registrierung von Airplay und der so genannten mechanischen Vervielfältigung übernehmen. Im Wesentlichen sind das die ASCAP und die BMI. Die Abrechnungen laufen dann über RoyNet, unseren Partner-Verlag in den USA. WildstyleMag.com: Weißt du was bspw. Hot97 einmal „Get That Paper“ kostet? Crada: Da gibt es keinen Pauschalbetrag. Das ist von vielen verschiedenen Faktoren wie Sendezeit, Dauer und Anzahl der Plays abhängig. WildstyleMag.com: Zum ersten Mal habe ich von dir durch die Zusammenarbeit mit Purkwa gehört. „Piratensender“ hat uns sehr gefallen. Wird es eine Fortsetzung geben? Crada: Das freut mich! Ja, wird es. Die Produktion ist abgeschlossen und ist genau wie „Piratensender“ exklusiv von mir produziert. Die neue LP heisst „Gegensätze“ und wird noch dieses Jahr erscheinen. WildstyleMag.com: Spielt es für dich grundsätzlich eine Rolle, was Musiker auf deine Beats machen? Crada: Ja klar, ich will die Songs danach ja auch pumpen, ohne ´nen Abturn zu haben. |
|||||












