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KeinStress Festival – Freestyle unterm Kirschbaum [Erlebnisbericht]

von admin am 26 Jul. 2013 in Allgemein|Dokumentation|Photos
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Ziemlich abgelegen in der Nähe von Eystrup, ringsum Heidelbeerplantagen, trifft sich jeden Sommer eine kleine Truppe, um mit Freunden Hip-Hop zu genießen und zu feiern. Letztes Wochenende, vom 19.07. bis 20.07. fand das KeinStress statt und man kann hier wirklich von einem Geheimtipp sprechen. Es ist klein und es gibt nur eine Bühne, auf der hauptsächlich deutscher Hip-Hop zu hören ist. Das Live-Programm begann jeweils zwischen 19 und 20 Uhr bis ungefähr 1 Uhr. Die Künstler an beiden Tagen waren alle gut drauf. Überhaupt wirkte das ganze Festival wie eine Familienzusammenkunft. Alle kannten sich und alle hatten Spaß miteinander, auf der Bühne und davor. Dieser Eindruck ist auch sicherlich richtig, denn es war schon das 14. KeinStress und die meisten kommen immer wieder, wenn sie einmal da waren. Die Treue der stresslosen Fans ist sicherlich der Leidenschaft der Veranstalter zu verdanken. Man kann spüren, dass es hier keinem um Profit geht, sondern mit viel Liebe und Enthusiasmus dieses Fest jedes Jahr auf die Beine gestellt wird und das auch professionell. Freundlicher Einlass, guter Sound, die Tontechnik war fleißig am Start, um jeden Künstler richtig einzupegeln und beste Versorgung für Leib und Seele.

KeinStress1

Für mich hieß es zum ersten Mal KeinStress und Erwartungen hatte ich keine, außer mit Freunden eine gute Zeit zu haben und gechillt feine Beats zu hören. Das Wetter sollte auch gut werden, also stand dem Vorhaben nichts im Weg. Schon beim Ankommen am Freitag auf dem Gelände traf ich nur auf lächelnde, gut gelaunte Besucher und Crewmitglieder. Nach den üblichen Camp-Aufbauaktivitäten wie Zeltkampf, Nachbarschaftshilfe und das erste Bier trinken, ging es zur Stage.

Zauberwald Kopie

Martin Meiwes hatte gerade seinen Auftritt und die Stimmung war schon gut ausgelassen und blieb auch für die restliche Nacht gut. Beim nächtlichen Rundgang auf dem Gelände entdeckte ich den Zauberwald. Eine Lichtung im Wald zugänglich über einen kleinen Gang, gekennzeichnet mit einem unscheinbaren blauen Leuchtband. Dahinter versteckt ein kleiner, feiner Dancefloor mit Oldschool-Rap. Einfach dope! Den Samstag verbrachten wir mit unterm Kirschbaum liegen und den Graffitimalern zusehen bis das Freestylebattle startet. Ein absolutes Highlight und meiner Meinung haben die „Kackfeen“ verdient gewonnen. Ganz großes Kino, nicht nur ich hatte dabei riesigen Spaß!

KeinStress2

Mein persönlich musikalischer Höhepunkt an diesem Wochenende waren die Verrückten Hunde am Freitagabend. Leider hatte ich es bisher nie geschafft, die Jungs live zu sehen und ich kann nur sagen, es lohnt sich. Kulinarische Highlights waren die Ingwerpizza von Ulf und die Popplers vom Goa-Stand! Als Fazit kann ich feststellen, dass ich eigentlich noch nie auf einem entspannteren Festival war. Von Freitag bis Sonntag habe ich nur freundliche Menschen gesehen, die auffallend nice zueinander waren und immer lachten. Die Musik war fresh und die Stimmung sowieso.

KeinStress3

Das überraschendste waren die zwei Toilettenkabine im Klocontainer (zur Info: Es gab auch Dixis). Obwohl der Klocontainer unisex war, gab es nichts zu beanstanden, die Brillen waren immer sauber, Toilettenpapier fehlte fast nie und es gab ausreichend Seife zum Händewaschen. Ekelfaktor gleich null, wenn man den Festivalaspekt berücksichtigt. Für mich als Frau ist so etwas wichtig!
Also dann bis nächstes Jahr. Ich komme auf jeden Fall wieder.

Geschrieben von Gabi Schnabel

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