Jimbo Matsumoto – Flavors [Stream]
von Slick die Ratte am 03 Sep. 2012 in Allgemein|Stream
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Die Grillsaison läuft ja auf Hochtouren und bleibt, solang sich das Wetter hält, auch noch etwas bestehen. Neben Steak, Ketchup und Gewürzen gibt es von Beattüftler Jimbo Matsumoto einen Angriff auf die musikalischen Geschmacksnerven. Wie schmeckt so ein Beat-Hähnchen und verbrenn ich mir an dem Musik-Dip die Zunge? Jedenfalls hätte ich nie gedacht, dass ein Salat so gut schmecken kann! Jimbo tischt extrem frische elektronische Musik auf. Den Namen sollten man sich merken. Gerne mehr, Herr Matsumoto!
Bei soviel Feinkost erfahren wir doch gerne etwas mehr über den Mann hinter den Knöpfen und Tasten:
Was benutzst du üblicherweise, um Musik zu machen?
Paradoxerweise stehe ich extrem auf viel Equipment, liebe es aber, mit so wenig wie es geht, viel zu schaffen. Ich habe die SP404, um live zu spielen und Effekte zu benutzen, MPC1000 für Samples choppen und ich liebe den Workflow und Eigensound. Dazu hab ich ein Macbook mit Pro Tools und bald Ableton Live und einen Micro Korg. Mein Lieblings-Plug-In-Instrument ist der Minimoog V (heißt so glaub ich), der den Moog extrem gut emuliert.
Was möchtest du mit deiner Musik ausdrücken?
Ich finde diese Frage so extrem kompliziert zu beantworten, dass ich einfach nur sagen kann, dass verschiedene Klänge ziemlich starke Gefühle in mir hervorrufen, was romantisch klingt, aber nicht so gemeint ist (sondern mehr praktisch zu betrachten ist). Ich denke, Musik ist etwas Tiefes, grade wenn ich am klavier sitze oder so. Jedoch mag ich das garnicht großartig erklären, ich finde der Spaßfaktor ist in der Musik sehr unterbewertet, also bin ich auch ein sehr rhythmisch berührter Mensch, obwohl ich sehr schlecht tanze.
Wie würdest du die Musikszene in deiner Umgebung beschreiben?
Ich könnte diese Frage schwer auf Köln beziehen, sondern eher auf Deutschland (was für mein Verständnis schon sehr regional ist). Ich finde die “Szene”, in der ich mich bewege, noch sehr stark vom Boom Bap beeinflusst. In England geht alles in Richtung Trance, Trap Music und wie das alles heißt. Amerika ist zu abgefahren, um das zu erklären. Ich bewege mich zwischen allem und versuche gern rum. Hat alles etwas.
Wie wichtig sind für dich Live-Auftritte?
Live-Auftritte sind extrem wichtig für mich, da ich bei fast allen Tracks, die ich mache, denke ‘Stell dir das jetzt mal live vor’. Es macht Spaß, in Extase zu kommen, sich komplett zum Affen zu machen, rumspringen und dieses Vorantreibende voll auf sich einwirken zu lassen. Ich höre auch zuhause auf Kopfhörern Musik, die schön und ruhig ist, aber das ist nur ein Teil. Rhythmische Musik ist für mich live am besten und ich liebe Rhythmus.


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