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Cap Kendricks – “…ab und zu auch ein bisschen experimentieren” [Interview]

von Seff Wrights am 21 Sep. 2012 in Allgemein|Exclusive Interviews|Interviews|Stream
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Es ist an der Zeit, mal wieder Gäste einzuladen und Interviews zu führen“, sagte mir meine innere Stimme vor einigen Tagen. Kurz zuvor hatte ich das Projekt von Edgar Wasser und Cap Kendricks mit dem Namen “Wir korrigieren 4 Tonnen Stahl mit einer Hand” gehört. Den Namen Edgar Wasser kennt man ja nach diversen Releases bereits. Wer ist aber dieser Cap Kendricks? Werfen wir doch einfach mal das Spotlight auf den Produzenten, stellen ihm ein paar Fragen und finden es raus. Klicken sie bitte jetzt.

Du kommst gerade frisch aus dem Urlaub…

Ja schon, ich war gerade in Italien. War ein paar Tage am Meer und hab mir mal Venedig und Verona angeschaut. War ne gute Zeit.

Ich hoffe, du hast ausgiebig die italienische Küche genossen.

Du willst jetzt mit mir über Essen reden?

Über Essen zu reden, finde ich richtig gut. Aber wenn dir ein bestimmtes Thema unter den Nägeln brennt, darfst du natürlich gerne darüber sprechen.

Ne ne, frag mich ruhig alles, was du willst. Ich finde, Essen ist ein gutes Thema.

Trifft italienisches Essen deinen Geschmack?

Ja doch, ich steh voll auf Pizza und Pasta. Und wenn man schon am Meer ist, sollte man auf jeden Fall Fisch essen. Schmeckt da einfach am Besten. Muscheln, Tintenfisch, Scampis. Immer her damit.

Meeresfrüchte habe ich bei einem längeren Aufenthalt auf Sizilien sehr oft auf den Tellern gehabt. Mehrere Gänge können den Magen ganz schön füllen. Am besten isst es sich in guter Gesellschaft.

Am besten mit einer tollen Frau, einem guten Glas Wein. Wahlweise auch Bier. Bier find ich auch gut.

Ich finde, gutes Essen ist auch sehr inspirierend…

Das Kochen und das Produzieren von Musik haben für mich viele Gemeinsamkeiten.

Auf jeden Fall. Oft braucht man dazu auch gar nicht so viele Zutaten. Ich finde, man kann oft auf bewährte Rezepte zurückgreifen. Man sollte aber ab und zu auch ein bisschen experimentieren.

Obwohl ich beim Produzieren doch eher klassisch vorgehe. Der Rapper sollte aber die nötige Würze mit sich bringen, um das Ganze noch zu verfeinern.

Darf man sich inspirieren lassen oder passiert das gar automatisch beim Hören von wohlklingender Musik, gemacht von einem Künstler/ Musiker, oder beim Essen eines mit Liebe und guten Zutaten zubereitetem feinen Mahls, eines Magiers der Küche?

Natürlich ist es ok, wenn man sich inspirieren lässt. Man muss ja auch nicht immer selber kochen, damit es gut schmeckt. Wenn ich Musik höre, die irgendeinen Vibe hat, den ich gerade fühle, will ich sofort anfangen zu produzieren. Außerdem benutze ich ja viele Samples, die mich in irgendeiner Art und Weise inspirieren. Man nimmt viele verschiedene Zutaten von überall her und macht daraus etwas eigenständiges Neues.

Wie stehst du zum Kochen genau nach Rezept?

Also wie gesagt ich produziere schon nach einem bestimmten Rezept. So wie ich es eben von meinen Vorbildern gelernt habe. Aber man sollte das Rezept ab und an auch mal ändern und für etwas Neues offen sein.

Ich glaub, nur so wird man zum 5-Sterne-Koch. Aber lass uns jetzt mal das Thema Essen abhacken. Ich bin eigentlich auch gar nicht so ein begnadeter Koch…

…sondern ein begnadeter Produzent?

Manche sagen das. Ich bin sehr selbstkritisch. Auf jeden Fall leidenschaftlicher Produzent.

…der mit welchem Equipment arbeitet?

Ich arbeite mit Ableton Live, einer Akai MPD 32 und einem billigen Midikeyboard. Außerdem benutze ich einige Plug-In Effekte und Instrumente. Früher wollte ich immer eine MPC oder eine Sp 1200 haben, so wegen dem Sound und dem ganzen Hokuspokus drumherum. Konnte ich mir aber nie leisten. Also hab ich immer versucht, diesen Klang zu imitieren. Mittlerweile bekomm ich das auch ganz gut hin.

Die Arbeiten welcher Produzenten beeindrucken dich am meisten?

Da gibt es viele. Ich hör jeden Tag neue Leute, die mich beeindrucken. Zur Zeit feier ich Apollo Brown. Außerdem gibt es grad viele Leute aus Deutschland, die ich extrem gut find. Dieses ganze Hi-Hat Club Umfeld ist sehr interessant.

Ganz vorne dabei sind auf jeden Fall Pete Rock und J. Dilla. Die haben mich, wie viele andere Produzenten auch, sehr stark beeinflusst.
Die beiden haben einfach einen krassen Trademark Sound, den man immer wieder erkennt. Das hat viel mit der Sample Auswahl und dem Groove der Drums zu tun. Die richtigen Drums sind eh das A und O.

Gibt es musikalisch etwas Bestimmtes, dass du für dich “abhaken” möchtest?

Ich hab nie gezielt auf irgendetwas hingearbeitet, ich hab einfach immer nur gemacht. Mal schauen, man lernt ständig neue Leute kennen, mit denen man dann Musik macht. Irgendwas passiert immer.
 Wahrscheinlich werd ich bald mal eine EP/LP/Mixtape mit verschiedenen Remixen von befreundeten Künstlern und anderen Remixen, die man auch schon auf meiner Soundcloud-Seite hören konnte, raushauen. Was konkret daraus wird, steht aber noch nicht genau fest.

Wähle bitte einen der Remixe aus und sage mir auch hier, warum du diesen bestimmten Titel ausgewählt hast.

Das ist sehr schwierig, da einen auszuwählen, aber ich finde der “Big Poppa” Remix von Biggie ist mir sehr gelungen, weil er irgendwie einen ganz anderen Vibe hat als das Origignal. Eigentlich remixe ich nicht so gerne solche großen Hits, da der Remix das Original ja doch in einer gewissen Art und Weise toppen sollte, was in diesem Fall sehr schwierig bis unmöglich ist. Aber egal, mir hat vor kurzem jemand gesagt, man sollte sich ab und zu auch mal selber loben. Also ich finde den Remix dope!

Notorious B.I.G – Big Poppa (Cap Kendricks Remix) by Cap Kendricks

Bist du sehr produktiv?

Phasenweise. Es gibt Zeiten, da mache ich nicht sehr viel oder verwerfe die Hälfte der Beats. Dann gibt es wieder Wochen, in denen ich drei, vier Beats pro Tag mache. Also ich bin schon sehr produktiv. Außer ich mache mir selbst Druck, dann geht gar nichts voran.

Lass mich zum Ende des Interviews einfach zwei Begriffe aus der Trommel ziehen, die du mir dann bitte kommentierst.

Vinyl: Kann man nicht einfach kopieren, wie eine CD. Man hat was in der Hand und hört die Musik viel bewusster. Ich bin auf jeden Fall Jäger und Sammler. Eigentlich das einzig wahre Medium, um Musik zu veröffentlichen. Auch wenn ich zur Zeit noch nicht die Möglichkeiten habe, möchte ich auf jeden Fall mal eigenen Sachen auf Platte rausbringen.

Digital: Einsen und Nullen.

Schön, dass du mein Gast warst Cap. Ich gebe dir das Megaphon.

Grüße gehen raus an meine Gang und alle meine Brudis und Schwestis.

 

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1 | Wildstyle Magazine | Cap Kendricks & Edgar Wasser – Wir korrigieren 4 Tonnen Stahl mit einer Hand [Stream]

September 21st, 2012 at 3:18 AM

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[...] 8 Tracks H2O Flow für die ganze Familie. Ein Interview mit dem Produzenten Cap Kendricks gibt es hier. Die Wk4TSmeH EP einen Klick weiter. [...]

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