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Converse Kommerz vs El Bocho´s Authenzität – Streetart in der Werbung

von kokee am 27 Aug. 2012 in Allgemein|Arts|Videos
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Seit etwa zwei Wochen trifft man in diversen Streetart-Foren permanent auf das Tape Art-Video von Converse & Foot Locker, obwohl dieses bereits aus dem Jahr 2010 stammt. Auf den ersten Blick dachte ich: Nice Aktion. Bis mir bewusst wurde, dass diese Aktion bloß Sneakers-Werbung der beiden Firmen ist.

Das alles, was neu ist und bei einem breiteren Publikum Begeisterung auslöst, früher oder später in der Werbung diverser jugendlich cool wirken wollender Firmenlabels landet, ist gang und gäbe. Zuletzt wurde Dubstep ein Opfer der Kommerzialisierung durch Werbung. Obwohl… Auch wenn das eben kommerziell ausgelutschte Musikgenre nun in den Augen vieler als verkauft und darum nie wieder cool, weil nicht mehr Underground empfunden wird, haben die Künstler hingegen schon etwas davon: Sie bekommen ihre täglichen Mühen das erste Mal wahrscheinlich wirklich angemessen bezahlt.

Streetart, insbesondere dem neueren Ableger namens Tape Art geht es da nicht anders, obwohl die Kunst der Straße wohl niemals denselben Imageverlust wie Dubstep erleiden könnte, da Streetart eben immernoch hauptsächlich illegal auf den Straßen erschaffen wird. Im Grunde ist also nichts dagegen einzuwenden, wenn diverse Labels ihre Werbung mit Streetart aufzuhübschen versuchen (siehe Opener), solange auch die Künstler etwas davon haben. Leider hielten Converse & Foot Locker es nun nicht für nötig, die Namen der Streetartists in ihrem Video einzublenden. Da bleibt nur zu hoffen, dass sie wenigstens anständig bezahlt wurden. Trotzdem ist es witzig gemacht. Keine besonders neue Idee, auch schon 2010 nicht, dafür aber gut umgesetzt.

Das Streetart, um besonders zu sein, keinesfalls einen namenhaften Werbe-Support benötigt, sieht man unter anderem gut an Berlins bekanntem Streetart-Künstler El Bocho (siehe folgendes Bild), der u.a. auch Tape Art-Werke kreiert, die ihr hier und dort anschauen könnt. Mehr über seine Kunst, sowie die einiger anderer Künstler seht ihr im zweiten Video (siehe unten).

Hier aber erst einmal die Werbung, von der ich euch hier die ganze Zeit erzähle:

Mehr Infos zu El Bocho findet ihr auf seiner Facebook-Fanpage oder seiner Website.

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Lass einen Kommentar da...

1 | hansen

August 27th, 2012 at 7:55 PM

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also ich glaube das dubstep oder egal welche musik die werbeindustrie auch absolut nicht nötig hat…der ansatz das dubstep künstler nun endlich mal angemessen bezahlt würden ist echt FAIL! bei musik galt und gilt…gigs gigs gigs gisg und nochmal gigs spielen…und sich dadurch nen namen machen…dann klappts auch mit der bezahlung..aöees andere in nur künstlich erschaffen und hat keinen dauerhaften wert…mache seit 26 jahren musik und weiss definitiv wovon ich rede…die leute, die durch die werbeindustrie mit der mukke geld verdienen sind schnell wieder weg wenn sie für den kunden (werbepartner oder agentur) zu alt oder uninteressant werden… also..bitte nicht so einen blödsinn in einen sonst so guten text schreiben ;) danke

2 | Kokee

August 27th, 2012 at 8:08 PM

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Na ja, das ist das was ich hier aus vielen Kommentaren oft rauslese bzw. höre auf Facebook oder in Gesprächen anderer zum Thema: “Dubstep? Ach das ist doch in jeder Werbung jetzt, kann man doch nicht mehr ernst nehmen!” …Daher meine Schlussfolgerung: “…Auch wenn das eben kommerziell ausgelutschte Musikgenre nun IN DEN AUGEN VIELER als verkauft und darum nie wieder cool, weil nicht mehr Underground empfunden wird”

Beleidigen wollte ich damit sicher niemanden! Und es spiegelt auch nicht meine Meinung wieder, sondern das Gehörte.

3 | Slick die Ratte

August 27th, 2012 at 8:22 PM

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Lieber Hansen, danke erst mal, dass du diesen Artikel mit deiner langjährigen Erfahrung bereicherst!

Andererseits solltest du dir aber die Zeit nehmen, den Text so zu lesen, wie er dort wirklich steht. Die von dir angesprochene Textstelle enthält ein “wahrscheinlich” und drückt neben einer reinen Vermutung sicherlich auch die Hoffnung aus, dass Künstler nun besser bezahlt würden.

Da warst du also etwas vorschnell, aber ist nun auch egal. Danke für die zusätzlichen Infos!

4 | hansen

August 27th, 2012 at 8:35 PM

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liebe/r slick die ratte, warscheinlich und die hoffnung darauf ist schon schlimm genug in meinen augen…die leute sollten mal ein wenig mehr auf das wesentliche konzentriert sein…nämlich das musik machen und nicht das geld machen…ich war nicht vorschnell…es steht genau so da…ob mit warscheinlich oder nicht spielt kaum ne rolle finde ich..mir gehts darum, dass die leute saufhören sollen sich der werbeindustrie zu verkaufen…das nützt keinem was ausser den werbebossen….

5 | hansen

August 27th, 2012 at 8:38 PM

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saufhören …dd

6 | Slick die Ratte

August 28th, 2012 at 12:25 PM

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Deine Meinung will dir niemand ausreden oder widerlegen, aber da es nach wie vor nur deine Ansicht der Dinge ist, sind Aussagen wie “FAIL” und “blödsinn” einfach nicht angemessen.

Wenn ich Kokee richtig verstehe, dann gehts hier darum, dass Künstler einen Verdienst einfahren können, wenn ihre Musik in den Medien verwendet wird und dazu stärker im Mainstream konsumiert wird. Kokee sagt nirgendwo – und zwar ausdrücklich nirgendwo -, dass diese Künstler das auch aktiv anstreben und sich selbst nur darauf reduzieren. Noch wurde hier irgendwo verneint, dass man nicht viele Gigs spielen müsste. Man müsste sowieso von Künstler zu Künstler unterscheiden…

Wie auch immer, das ist eine Ansicht der Dinge, die man befürworten kann oder nicht, aber man sollte auch so fair sein und sie als eine weitere Meinung neben vielen ansehen und nicht eine von diesen als sinnvoll und andere als Blödsinn abstempeln.

Wir sind vielleicht alle zusammen hier der Meinung sein, dass ein reines Verkaufen an die Werbeindustrie nicht unserem Arbeitsethos entspricht, dennoch…

Wenn wir jetzt aber anfangen, offensichtliche Fakten, wie das Dastehen von Wörtern und Satzaussaugen, zu leugnen oder eigens umzuinterpretieren, dann können wir hier keine ernsthafte Diskussion mehr führen und sollten es auch bitte sein lassen.

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